Wie das Wort schon sagt, besteht der Orientierungslauf aus Orientieren und Laufen. Neben der physischen Voraussetzung sich einigermaßen schnell durch unwegsames Gelände bewegen zu können, muss auch der Geist und das Hirn mitspielen.
Das ganze funktioniert so:
Beim Orientierungslauf bekommt man eine speziell angefertigte Landkarte. Auf dieser Karte befindet sich eine vorgegebene Strecke mit mehreren Postenstandorte. Der Wettkämpfer versucht möglichst Fehlerfrei mit guten Routen die Strecke so schnell wie möglich zu absolvieren.
Die OL-Karte: Die OL-Karte liefert dem Läufer alle wichtigen Daten in Form von Symbolen und Zeichen, um sich im Wald zurechtzufinden. Im Unterschied zu manchen anderen Landkarten sind auf einer Orientierungslaufkarte eine Vielzahl von natürlichen Objekten sehr detailliert dargestellt, wie Geländeformen mit Hilfe von Höhenlinien, Gewässer, bauliche Anlagen, Felsen und Steine und die verschiedenen Vegetationsstufen. All diese Dinge sind auf normalen Wanderkarten nur spärlich, meistens jedoch gar nicht eingezeichnet.
Die Karte ist somit das wichtigste Hilfsmittel des Orientierungsläufers. Die OL-Karte unterscheidet sich zu anderen Karten durch mehrere Besondereheiten wie zum Beispiel: Maßstab, Äquidistanz bzw. Höhenlinienabstand und Signaturen.
Die Ausrüstung:
Für Anfänger des Orientierungslaufes, ist eine normale wetterfeste bzw. stabile Kleidung und ein festes Schuhwerk völlig ausreichend. Die Bekleidung sollte den Körper vor der Vegetation im Gelände (Dornen, Brennnessel, Ästen, spitzen Steinen, etc.) schützen. Erst wenn man den Sport professionell ausüben möchte, sollte man sich eine spezielle Ausrüstung anschaffen. Im Gegensatz zu anderen Sportarten bewegt sich der finanzielle Aufwand in einem angemessenen Rahmen.
Der Kompass:
Der Kompass wird beim Orientierungslauf als wichtiges Hilfsmittel zur Bestimmung der Laufrichtung und zur Ausrichtung der Laufkarte Richtung Norden verwendet. Es gibt jedoch auch Spitzenläufer, die auf die Zuhilfenahme eines Kompasses verzichten und sich nur mit der OL-Karte im Gelände zurecht finden. Kompasse gibt es in verschiedenen Größen und Ausführungsformen wie zum Beispiel: den Plattenkompass und den Daumenkompass.
Laufschuhe: welche durch ihre sehr grob strukturierte Sohle beim Laufen festen Halt geben. OL-Schuhe sind ideal an den Fuß angepasst so dass der Fuß nicht hin- und herrutschen kann und lästige Blasen verursacht.
Laufanzug:
Orientierungsläufer benutzen meist einen dünnen, leichten und atmungsaktiven Stoff für die speziellen Laufhosen und -oberteile. Nylon eignet sich am besten und schränkt auch bei Nässe, Kälte und Hitze die Bewegungsfreiheit so gut wie gar nicht ein. Außerdem wird der Stoff nicht viel schwerer, wenn er nass wird, er ist vor allem einfach zu reinigen und er schützt vor Ästen, Dornen, Brennnessel und vielen anderen unliebsamen Sträuchern.
Schienbeinschützer bzw. Beinschoner: werden zusätzlich als Schutz vor Unterholz und verschiedenen Pflanzen verwendet. Sie bestehen auch meist aus Nylon und sind am Schienbein verstärkt.
Zeitnehmungs- und Kontrollsysteme: Bei Wettkämpfen wird von jedem Läufer die Laufzeit elektronisch gemessen. Die Art der Zeitnehmung hat sich in den letzten Jahren modernisiert und vereinfacht, was den Aufwand für Veranstaltungen um einiges reduziert.
Kompass
Der Weg zum nächsten Kontrollpunkt
Die Berge auf der Karte
Die Kontrollpunkte